Sonntag, 15. November 2009

November

Solchen Monat muss man loben:
Keiner kann wie dieser toben,
Keiner so verdrießlich sein
Und so ohne Sonnenschein!

Keiner so in Wolken maulen,
Keiner so mit Sturmwind graulen!
Und wie nass er alles macht!
Ja, es ist ’ne wahre Pracht.

Seht das schöne Schlackerwetter!
Und die armen welken Blätter,
Wie sie tanzen in dem Wind
Und so ganz verloren sind!

Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt
Und sie durcheinanderwirbelt
Und sie hetzt ohn’ Unterlass:
Ja, das ist Novemberspaß!

Und die Scheiben, wie sie rinnen!
Und die Wolken, wie sie spinnen
Ihren feuchten Himmelstau
Ur und ewig, trüb und grau!

Auf dem Dach die Regentropfen:
Wie sie pochen, wie sie klopfen!
Schimmernd hängt’s an jedem Zweig,
Einer dicken Träne gleich.

O, wie ist der Mann zu loben,
Der solch’ unvernünft’ges Toben
Schon im Voraus hat bedacht
Und die Häuser hohl gemacht!

So, dass wir im Trocknen hausen
Und mit stillvergnügtem Grausen
Und in wohlgeborgner Ruh
Solchem Gräuel schauen zu!
Heinrich Seidel

Dienstag, 10. November 2009

Sankt Martin, Sankt Martin ...

Heute haben wir unseren Dienstleistungsabend und ich muss länger arbeiten. Aus meinem Fenster im Büro kann ich genau auf die gegenüberliegende Kirche blicken. Gerade zieht der „St.-Martins-Umzug“ an meinem Fenster vorbei und ich höre die Kinder singen. Die Feuerwehr hat schon das große Martinsfeuer vorbereitet und wird es gleich entzünden. Das weckt Kindheitserinnerungen:

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Roß, das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt' ihn warm und gut.
Im Schnee saß, im Schnee saß,
im Schnee, da saß ein armer Mann,
hatt' Kleider nicht, hatt' Lumpen an.
O helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bitt're Frost mein Tod!
Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin zog die Zügel an,
sein Roß stand still beim armen Mann.
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt'
den warmen Mantel unverweilt.
Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin, gab den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
Sankt Martin, aber ritt in Eil'
hinweg mit seinem Mantelteil.

Mittwoch, 4. November 2009

Herbstlaub verstrickt

Passend zu den Farben des Herbstes ist auch die Farbe meines neuesten Tuches, das ich gestrickt habe. Das Tuch ist schon eine Weile fertig, aber nun habe ich es endlich geschafft, das Tuch zu spannen und auch zu fotografieren. Das Dreieckstuch hat die richtige Größe zum Hineinkuscheln. Die schöne Wolle habe ich bei 100Farbspiele gekauft. Die Farbe nennt sich Herbstlaub und ich finde, sie ist supergut getroffen und entspricht genau den Farben des Herbstes. Mit dem Wollkauf gab es als Sonderaktion auch die Anleitung dazu.

Herzkissen

Am Wochenende in Springe habe ich zum ersten Mal etwas von „Herzkissen für Krebspatientinnen“ gehört. Eine Gruppe von Quilterinnen hatte sich entschlossen diese Kissen an dem Wochenende zu nähen. Die Kissen werden an eine Klinik in Berlin weitergegeben und sind für Krebspatientinnen gedacht. Denn meistens werden den Frauen bei Brustoperationen auch die Lymphdrüsen unter den Achseln entfernt. Um die Operationsstelle und –naht zu entlasten, können nun die Frauen sich diese Kissen unter den Arm legen und so, ohne an die Narbe zu kommen, den Arm anlegen. Für diese Kissen gibt es hier eine genaue Anleitung. Außerdem gibt es auch einen genauen Hinweis mit wie viel Gramm Füllwatte ein Kissen gefüllt werden muss, damit der Druck auch nicht zu groß ist. Eine tolle Aktion, wie ich finde und ich war erstaunt, wie schnell die Kissen genäht waren. An dem Wochenende sind 32 Kissen entstanden. Wer mehr wissen möchte, sollte auf diesem Blog mal nachschauen.



Erholsames Wochenende?

Kann man sich in solch einem Chaos wohlfühlen? Ja, man kann. Nämlich dann, wenn man mit 25 weiteren Quilterinnen ein schönes Wochenende verbringt. Am letzten Wochenende war ich im Lutherhaus in Springe. Es wurde viel genäht, erzählt, bestaunt, ausgetauscht und gelacht. Die Quiltgruppe trifft sich schon seit vielen Jahren und war schon in verschiedenen Häusern zu Gast. Aber hier in Springe haben wir für uns ein ideales Haus gefunden. Die Zimmer sind in Ordnung und die Bewirtung ist hervorragend. Wir müssen uns um nichts Gedanken machen und können uns so ein ganzes Wochenende auf unser Hobby konzentrieren.

Bei diesem Treffen wurden auch wieder Frühchenquilts eingesammelt. Jede Quilterin hat als „Eintrittsblock“ einen oder zwei Frühchenquilts mitgebracht. Hier sind meine: An dem Wochenende habe ich mir diesen Rucksack genäht. Der Schnitt ist von stoffwerk Taunus. Den Stoff habe ich bei Ulrike - kunstundmarkt erworben. Da ich noch etwas Stoff übrig hatte, konnte ich auch noch diese kleine Börse mit Schnappverschluss nähen. Die Börse kann für Geld oder auch für Schlüssel genommen werden. Durch den Karabinerhaken kann man sie sogar an der Hosenschlaufe befestigen.

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